Eine Kuration von Natalie Slater, Curator bei Singulart – „Gesichter von anderswo“ vereint Porträts und Figurenstudien, in denen die Identität bis zur Unkenntlichkeit verschwimmt. In der gesamten Auswahl werden Gesichter gedehnt, zersplittert, verflacht oder übertrieben dargestellt, sodass sie zwischen Person, Maske und Erscheinung changieren. Anstatt Ähnlichkeit im herkömmlichen Sinne anzustreben, arbeiten diese Werke mit einer eher instabilen Präsenz – psychologisch, symbolisch und bisweilen still theatralisch.
Jeder Künstler betrachtet das Gesicht als veränderliche Struktur. Gesichtszüge geraten aus dem Gleichgewicht, die Farbe stört den Naturalismus, und der Ausdruck entsteht durch Verzerrung statt durch Präzision. Diese Figuren bleiben unverkennbar menschlich, entziehen sich aber einer einfachen Einordnung und existieren im Spannungsfeld zwischen Vertrautheit und Fremdheit.
Die Ausstellung untersucht insgesamt die Porträtkunst an dem Punkt, an dem Charakter zur Erfindung wird. Das Gesicht ist nicht länger ein fester Ort der Identität, sondern eine Oberfläche, durch die Emotionen, Erinnerungen, Humor und Unbehagen fortwährend neu geschrieben werden.
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