Im Wald – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Wälder und Gehölze sind seit jeher eine tiefe Inspirationsquelle für Künstler und verkörpern eine reiche Bedeutungsvielfalt. Sie sind ein paradoxer Ort: Sie können Ruhe, Zuflucht und natürliche Harmonie symbolisieren, aber auch Geheimnis, Gefahr und das Unterbewusstsein. Diese duale Natur macht das Thema zu einem fesselnden Thema für Künstler, die menschliche Emotionen, den Lauf der Zeit und unsere komplexe Beziehung zur Natur erforschen möchten. In der Kunstgeschichte stellten romantische Maler wie Caspar David Friedrich Wälder oft als spirituelle oder erhabene Sphären dar. Im 20. Jahrhundert wurde das Thema aus einer eher psychologischen Perspektive neu interpretiert. Die Surrealisten, allen voran Max Ernst, nutzten Waldszenen, um traumhafte und beunruhigende Kompositionen zu schaffen, wie beispielsweise sein Werk „Die ganze Stadt“, das einen seltsamen, versteinerten Wald zeigt. Der italienische Künstler Giuseppe Penone, eine Schlüsselfigur der Arte Povera, hat seine Karriere der Erforschung der tiefen Verbindung zwischen Mensch und Baum gewidmet. Oft schnitzt oder „entwachsen“ er einen Holzbalken, um die darin verborgene jüngere Baumform freizulegen, wie in seiner berühmten Serie „Alberi“ (Bäume) zu sehen ist. Diese Kollektion feiert die beständige Kraft des Waldes, ein Thema, das unsere künstlerische Vorstellungskraft bis heute prägt.

20 Kunstwerke

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