Eine Kuration von Ainhoa Fernández, Art gallerist and curator bei AF – Zeit ist vielleicht das einzige Element, das allen Existenzformen gemeinsam ist, und doch bleibt sie eines der schwer fassbarsten Themen der Kunst. Angesiedelt zwischen der messbaren Ordnung des Chronos und der subjektiven und transformativen Dimension des Kairos, erkunden die in dieser Ausstellung versammelten Werke unterschiedliche Wege, Zeit zu erfahren, zu erinnern und sich vorzustellen.
Die hier vertretenen Künstler verstehen Zeit keineswegs als lineare Abfolge von Ereignissen, sondern als ein von Erinnerung, Wiederholung, Abwesenheit und Wandel geprägtes Feld. Ihre Werke offenbaren sich überlagernde Zeitebenen, in denen das Historische und das Persönliche, das Intime und das Kollektive in ständiger Transformation nebeneinander existieren.
Inspiriert von Überlegungen, die von Henri Bergsons Dauerbegriff bis hin zu zeitgenössischen Perspektiven auf Erinnerung und Wahrnehmung reichen, präsentiert die Ausstellung Zeit als eine aktive Kraft, die unsere Welterfahrung prägt. „Zwischen Chronos und Kairos“ lädt uns ein, innezuhalten, zu beobachten und andere mögliche Rhythmen zu erfahren, Zeit nicht als etwas zu begreifen, das einfach vergeht, sondern als etwas, das durch Erinnerung, Aufmerksamkeit und Präsenz konstruiert wird.
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