Eine Kuration von Natalie Slater, Art Agent bei Snap Collective – In ihrer Serie „De Profundis“ konzentriert sich Isabelle Philips-Decramer auf die menschliche Figur unter Druck.
Gesichter wirken in einem flachen Raum gequetscht. Augen sind übertrieben dargestellt. Körper sind auf vereinfachte Flächen in gesättigten Farben reduziert. Es gibt keinen erzählerischen Rahmen und kaum Details zur Umgebung. Die Begegnung ist unmittelbar.
Die Serie untersucht innere Zustände ohne Theatralik. Zweifel, Zögern, Unbehagen – diese Zustände werden durch Nähe und Wiederholung statt durch Gesten vermittelt. Figuren gruppieren sich, beugen sich vor oder konfrontieren den Betrachter, eingebettet in dichte Felder aus Blau, Rot und Grün.
Farbe hat eine strukturelle Funktion. Dunkle Bereiche absorbieren Licht, helle Bereiche widerstehen es. Das Spannungsverhältnis zwischen Kompression und Belichtung verankert jede Komposition.
Obwohl die Werke ein intimes Format aufweisen, verschiebt die Wiederholung der Gesichter die Lesart von einem individuellen Porträt hin zu einem geteilten Zustand. Die individuelle Identität bleibt erhalten, wird aber durch die Gruppierung und die räumliche Nähe destabilisiert.
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