Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Kaffee ist ein kraftvolles, allgegenwärtiges Motiv im modernen Leben und inspiriert Künstler, indem er Ritual, Pause und den Beginn des Schaffens symbolisiert. Ein Kaffeemoment stellt eine intime Auszeit vom Chaos dar, einen kurzen Ankerpunkt im Alltagsrhythmus. Er wird mit lebendiger Energie, Geselligkeit und Einsamkeit assoziiert – der Kontrast zwischen dem ruhigen Morgenritual und der geschäftigen Cafészene. Psychologisch steht er oft für Wachsamkeit und den Übergang in einen Zustand der Konzentration.
In der Kunst des 20. Jahrhunderts diente die Café-Kulisse oft als Kulisse für Selbstbeobachtung. Nach 1950 verwandelten Künstler den Kaffee selbst in hohe Kunst. Der französische Nouveau-Réalisme-Künstler Arman zelebrierte in seinen Skulpturen die Anhäufung massenproduzierter Alltagsgegenstände und nahm in Werken wie „Accumulation colombienne“ (1962), das mehrere Kaffeekannen zeigt, direkten Bezug auf das Kaffeeritual. Der weltberühmte Fotograf Eliot Erwitt, bekannt für seine geistreiche, humanistische Straßenfotografie, hielt häufig spontane, oft humorvolle Momente mit Menschen beim Kaffeetrinken oder in ihren Kaffeepausen fest und verewigte so das universelle gesellschaftliche Ritual. Diese Sammlung ist geprägt von der reichen Symbolik und Atmosphäre des „Kaffeemoments“.
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