Eine Kuration von Natalie Slater, Curator bei Singulart – Marc Rayner füllt seine Kompositionen bis zum Bersten. Figuren, Worte, Symbole, Anspielungen und Fragmente des Alltags prallen auf der Oberfläche aufeinander und verleihen dem Werk eine unmittelbare, unruhige Energie.
Hier schwingt Humor mit, aber auch Unbehagen. Rayner wechselt zwischen persönlichen Beobachtungen und dem Lärm des modernen Lebens und verknüpft Politik, Popkultur, Kunstgeschichte, zwischenmenschliche Beziehungen und alltägliche Absurditäten zu einem einzigen Bildraum. Handgeschriebene Sätze wirken fast wie mitten im Satz abgebrochene Gedanken, während seine Figuren starren, gestikulieren, streiten und sich durch Szenen bewegen, die sich nie zu einer einheitlichen Erzählung fügen.
Die Unvollkommenheit ist Teil der Bildsprache. Linien bleiben sichtbar, Wörter durchkreuzen sich, und Bilder überlappen oder unterbrechen einander. Nichts wirkt übermäßig geklärt oder bereinigt. Stattdessen lässt Rayner die Widersprüche sichtbar.
„Zu viele Informationen“ vereint diese Werke durch das Gefühl des Überflusses – zu viele Bilder, zu viele Stimmen, zu viele Dinge, die gleichzeitig geschehen. Das Ergebnis wirkt chaotisch, komisch, beunruhigend und absolut zeitgemäß.
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