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Milch – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Milch ist in der Kunst ein urtümliches Symbol für Nahrung, Reinheit, mütterliche Wärme und die fundamentale Verbindung zwischen Mensch und Natur. Psychologisch betrachtet, weckt ihre undurchsichtige, weiße Essenz Assoziationen von Geborgenheit und Unschuld und birgt gleichzeitig die tief empfundene Vorstellung von Lebenskraft und häuslicher Routine in sich. Seit 1950 haben zeitgenössische Künstler dieses klassische Element aus dem stillen ländlichen Stillleben in einen Katalysator für Performance und sinnlichen Ausdruck verwandelt. Joseph Beuys nutzte organische Materialien, um Energie und Heilung zu erforschen und integrierte Fett und Milchprodukte in monumentale Werke wie „Fat Chair“ (1964). Später setzte sich Jeff Koons mit Kindheitsnostalgie und Konsum auseinander, indem er Milchmotive in seine kühnen Pop-Art-Installationen wie „Milk Can“ (1999) einfließen ließ. In der Fotografie untergrub die weltberühmte Cindy Sherman traditionelle Darstellungen von Mutterschaft und Fürsorge in ihrem surrealen, eindringlichen Foto „Untitled #223“ (1990). Diese Auswahl untersucht, wie zeitgenössische Künstler Milch zu einer kraftvollen Metapher für die Existenz destillieren.

20 Kunstwerke

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