Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Thema „Roboter“ ist eine kraftvolle künstlerische Quelle und verkörpert die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Technologie. Es thematisiert oft Ängste vor Automatisierung und Identitätsverlust, Fragen des künstlichen Bewusstseins und ein Gefühl des „unheimlichen Tals“. Symbolisch werden Roboter mit unserem Wunsch nach Perfektion, Unsterblichkeit und Kontrolle assoziiert, repräsentieren aber auch die Bedrohung einer sterilen, mechanisierten Zukunft. Seit 1950 haben sich Künstler vom Bau kinetischer Maschinen hin zur Schaffung vollwertiger Roboterkunst entwickelt. Zu den Pionieren zählen Jean Tinguely mit seinen Métamatics (1950er Jahre) und Nam June Paik, dessen interaktive, anthropomorphe Skulpturen wie Robot K-456 (1964) Gesellschaftskritik und Humor einführten. In jüngerer Zeit bietet die Industrieroboterinstallation Can't Help Myself (2016) von Sun Yuan & Peng Yu einen sisyphusartigen, absurden Kommentar zum Thema Kontrolle. In der Fotografie ist die belgische Fotografin Wanda Tuerlinckx eine weltberühmte Künstlerin, deren Werk für das Thema relevant ist. In ihrer laufenden Serie „Androids“ konzentriert sie sich intensiv auf die Aufnahme von Porträts hochentwickelter humanoider Roboter mithilfe einer Holzkamera aus dem 19. Jahrhundert und dem langsamen Kalotypie-Verfahren.
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