Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Die Uhr ist ein fesselndes Motiv, das universelle Anliegen verkörpert: Sterblichkeit, Erinnerung und die Vergänglichkeit der Existenz. Sie fungiert als modernes Memento Mori und stellt die psychologische Erfahrung der Angst oder Flüchtigkeit der Zeit dar.
Kunsthistorisch prägte Salvador Dalí das Thema mit seinem surrealistischen Meisterwerk „Die Beständigkeit der Erinnerung“ (1931). Seine „schmelzenden“ Uhren, die er als „Camembert der Zeit“ bezeichnete, symbolisieren die Relativität der Zeit und ihren Verfall und suggerieren, dass sie im Unterbewusstsein ihre starre Bedeutung verliert. Eine harte, mit Ameisen bedeckte Taschenuhr bildet den Kontrast dazu und symbolisiert den Verfall.
Nach 1950 schuf der Multimediakünstler Christian Marclay die monumentale Videoinstallation The Clock (2010), eine 24-stündige filmische Kompilation, die eine Echtzeit-Konfrontation mit der Zeit selbst in jeder Minute erzwingt. Der weltberühmte Fotograf Richard Prince eignete sich das Uhrenmotiv in Werken wie Untitled (hand with cigarette and watch) (1980) an, in denen die elegante Armbanduhr, isoliert von der Werbung, zu einem losgelösten Symbol für Status und moderne Eitelkeit wird.
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