Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Die Umarmung ist eine universelle Geste der Intimität und symbolisiert Versöhnung, Geborgenheit und das tiefe menschliche Bedürfnis nach Verbundenheit. Psychologisch gesehen steht sie für das Auflösen von Grenzen und die Schaffung eines geschützten Raumes zwischen zwei Seelen. Gustav Klimts „Die Umarmung“ gilt als Meisterwerk ornamentaler Leidenschaft, in dem Liebende in ein Mosaik goldener Erfüllung eingebettet sind. Ab 1950 entwickelte sich dieses Thema zu unmittelbareren und gesellschaftlicheren Ausdrucksformen. Keith Haring nutzte kraftvolle, rhythmische Linien, um die Umarmung in seinen ikonischen Zeichnungen umarmender Figuren als Symbol universeller Empathie darzustellen. In Louise Bourgeois’ „Das Paar“ (2003) nahm das Thema eine komplexe skulpturale Form an, in der die Umarmung eine unterschwellige Spannung der gegenseitigen Abhängigkeit widerspiegelt. In der Fotografie fing die weltberühmte Nan Goldin die rohe Realität der Intimität in „Nan und Brian umarmen sich, NYC (1983)“ ein und zeigte die Umarmung als einen lebenswichtigen Akt des Überlebens und der Liebe. Diese Auswahl untersucht, wie zeitgenössische Künstler diese ursprüngliche Berührung immer wieder neu interpretieren.
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