Eine Kuration von Natalie Slater, Curator bei Singulart – Diese kuratorische Auswahl untersucht das produktive Spannungsverhältnis zwischen Stabilität und Bruch. In Malerei, Collage und Skulptur werden betonartige Flächen, Schieferoberflächen und strukturierte Hintergründe durch Elemente unterbrochen, die zunächst deplatziert wirken: eine scharfe Markierung, ein plötzlicher Farbstreifen, eine eingefügte geometrische Form oder ein Material, das sich der Logik seines Trägers zu widersetzen scheint. Die Faszination dieser Werke liegt nicht allein im Kontrast, sondern in der Präzision ihres Ungleichgewichts. Jede Komposition führt eine Form visueller Reibung ein – kopiert, aufgehängt, genäht oder abrupt platziert –, ohne jedoch jemals in Disharmonie zu kippen. Stattdessen verdeutlicht die Unterbrechung die umgebende Struktur und schärft das Verhältnis zwischen Gewicht und Zartheit, Beständigkeit und Geste, Oberfläche und Einschnitt. Diese Spannung zieht sich materialtechnisch durch die gesamte Auswahl. In den skulpturalen Arbeiten werden steinartige Formen von Seilen gehalten oder an schlanken linearen Stützen aufgehängt, wodurch ein stiller, aber spürbarer Widerstand zwischen Masse und Zerbrechlichkeit entsteht. Dieselbe Sensibilität durchzieht auch die zweidimensionalen Arbeiten, in denen graue, schiefergraue und betonierte Flächen durch Spuren und Farben belebt werden, die gleichermaßen fremd und unausweichlich wirken. Anstatt Gegensätze aufzulösen, leben diese Werke von ihnen. Ihr Gleichgewicht entsteht durch Unterbrechung.
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