Eine Kuration von Raffaella Nobili, Owner and curator bei Paraventi Giapponesi – Drei ausgewählte Künstler, drei verschiedene Arten, die Haut der Städte zu erzählen. Wände werden zu sensiblen Geräten, zu Bildschirmen, die den Puls des Wandels registrieren und den Blick mit mal weiten, mal konzentrierten Atemzügen füllen. Sie sind keine einfachen architektonischen Grenzen, sondern narrative Oberflächen, die die Verbindung zwischen Raum und Erinnerung offenbaren. Bei Morales wird die Wand zu einer Architektur der Präzision: Sie füllt den Blick und lenkt ihn entlang geometrischer Linien. Die blassen Töne harmonieren mit Himmel und Dächern, gezeichnet als essentielle Zeichen. Schönheit entsteht durch Kontrolle, aus der stillen Präzision der Proportionen. Das Feld sammelt urbane Fragmente und fixiert sie in Bildern, in denen Zeit zur Materie wird. Spuren und Oxidationen agieren als Aktivatoren der Form und enthüllen die Erinnerung des Materials. Die mit ästhetischem Auge ausgewählten Wandabschnitte werden in chromatischer Ausgewogenheit abstrakt. Für De Roeck ist die Wand ein Ort des Übergangs und der Rückkehr: Räume, die zwischen Nutzung und Verlassenheit schweben. Seine ästhetische Perspektive auf Nichtgebrauch verwandelt Konsum in Sprache und gibt der Stille eine Form. Wände sind keine Barrieren, sondern Bildschirme, die den Lauf der Zeit und die Art und Weise, wie der Mensch sie beim Bewohnen von Orten nutzt, projizieren.
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