Zum Leuchtturm – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Dieses einsame, monumentale Bauwerk ist eine fesselnde künstlerische Muse, da es universelle Konzepte verkörpert: Führung, Standhaftigkeit, Hoffnung und Isolation. Psychologisch gesehen steht der Lichtstrahl, der die Dunkelheit durchschneidet, für Klarheit, Widerstandsfähigkeit oder die Suche nach einer inneren Wahrheit in den Stürmen des Lebens. Leuchttürme sind kraftvolle Symbole des menschlichen Willens angesichts der Gleichgültigkeit der Natur. Während Seefahrtskünstler den Leuchtturm schon lange verehren, vertiefte sich seine Symbolik im 20. Jahrhundert. Nach 1950 beeinflussten Künstler wie der amerikanische Realist Edward Hopper die einsame, meditative Darstellung dieser Bauwerke stark – sein berühmtestes Leuchtturmwerk „The Lighthouse at Two Lights“ (1929) entstand jedoch schon davor. Diese Darstellung findet sich bis in die zeitgenössische Kunst und spiegelt die moderne Entfremdung und Introspektion wider. Der weltberühmte französische Fotograf Jean Guichard ist zeitgenössischer und bekannt für seine dramatischen Fotografien, insbesondere für „La Jument“ (1989). Er fängt die Verletzlichkeit und Kraft eines Leuchtturmwärters ein, der einer gewaltigen Welle gegenübersteht und das Bauwerk in eine dramatische Bühne für den Konflikt zwischen Mensch und Natur verwandelt. Unsere aufstrebenden Künstler interpretieren dieses kraftvolle Symbol in verschiedenen Medien neu, von expressionistischen Gemälden wilder Küsten bis hin zu eindrucksvollen Fotografien des Leitlichts.

20 Kunstwerke

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