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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
27,6x39,4in
Über das Werk
Du kannst ihn nicht täuschen.
Du kannst dich auch nicht länger selbst täuschen.
Dieses Gemälde offenbart je nach Blickwinkel einen anderen Narren. Mit der Perspektive des Betrachters wandelt sich auch sein Lächeln – sanft und warmherzig, ironisch-scharf oder von purer Freude. Niemals zeigt dieselbe Leinwand zweimal dasselbe Gesicht.
Das ist der Charme von „Der Narr“: Er stimmt seinen Gesichtsausdruck auf das Herz des Zuschauers ab.
Die Figur… ist kein Zirkusclown, sondern ein mittelalterlicher Hofnarr – der wahre Narr. Nur Hofnarren konnten durch Spott die Wahrheit aussprechen und dabei Verbannung oder Tod riskieren; sie dienten dem König als einziger ehrlicher Spiegel.
In dieser modernen Wiederbelebung üben die schwarze Silhouette und die wirbelnden Augen Kritik ohne Feindseligkeit. Unsterblich auf der Leinwand, beobachtet er still, sein Lächeln lässt langsam unsere Masken schmelzen.
Im Jahr 2025, in dem „Könige“ kollektive Heuchelei und erzwungene Rechtschaffenheit sind, brauchen wir diesen Hofnarren – keinen Clown –, um uns daran zu erinnern, was real ist.
AyaMarray ist eine japanische, international anerkannte Malerin, geboren in Matsue, Präfektur Shimane, und lebt und arbeitet in der türkischen Provinz Antalya an der Mittelmeerküste. Sie stellt auf der Biennale von Venedig 2026 im Granada-Pavillon aus (Kurator: Daniele Radini Tedeschi).
Sie sieht Kunst als Mittel zur Förderung des Weltfriedens und die Erde als lebendiges Wesen. Ihre vielschichtigen Acrylgemälde verbinden Japans urzeitliche Erinnerungen mit den weiten Landschaften und der alten Geschichte der Türkei und visualisieren so den Puls der Erde, die Vitalität des Lebens und die Spannung zwischen Ordnung und Chaos.
Nach ihrem Umzug in die Türkei im Jahr 2020 hat sie in beiden Ländern Einzelausstellungen veranstaltet und ihre Aktivitäten international ausgeweitet. Ihre Teilnahme an der Biennale von Venedig symbolisiert ihr Anliegen: unsichtbare Grenzen sichtbar zu machen und den Dialog über Nationen, Kulturen und Arten hinweg zu fördern.