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Der nachdenkliche Ausdruck der Frau in Ghirlandaios Gemälde inspirierte mich zu diesem Werk. Was ging ihr durch den Kopf? Sie wirkt jung, doch zu ihrer Zeit galt eine Frau, die Mitte zwanzig war, ohne zu heiraten und Mutter zu werden, als Versagerin. Der Anachronismus des „Tischs der Empfängnis“ könnte ein Beleg dafür sein, dass sich die Dinge nicht so sehr geändert haben.
Ich habe die mit dem Tintenstrahldrucker gedruckten Bilder von Hand ausgeschnitten… und Acrylmedium zum Aufkleben auf die Illustrationstafel verwendet. Das Stück ist mattiert und in einem Secondhand-Rahmen unter Glas gerahmt.
Diane Keane ist eine Mixed-Media-Künstlerin und Malerin mit Wurzeln in Pittsburgh und einem Hintergrund, der von der kommerziellen Kunst über die Papierherstellung und Kalligrafie bis hin zur medizinischen Illustration reicht. Sie fertigt aus gefundenen oder gefertigten Objekten Assemblage-Boxen, die an Schreine oder Wunderkammern erinnern. In ihren Gemälden balanciert sie zwischen Realismus und Surrealismus und beschwört so außergewöhnliche Realitäten herauf. Ihre Arbeiten verweben persönliche Erzählungen und gesellschaftliche Kommentare und bereichern Themen wie Mutterschaft, Weiblichkeit und Umweltzerstörung mit Ironie. Vor allem aber entführt ihre Kunst den Betrachter in geheimnisvolle, atmosphärische Welten und weckt Emotionen, die von Freude und Faszination bis hin zu nachdenklichem Unbehagen und Staunen reichen.