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Das Werk zeigt eine geometrische Komposition aus stilisierten menschlichen Figuren – Cecconellos „Hominiden“ –, die aus vergoldetem Gips geformt und in einer fortlaufenden Sequenz angeordnet sind und geschlossene, sich kreuzende Bahnen bilden. Diese unscharfen und seriellen Körper wirken wie eine dekorative Kette oder ein sich wiederholender Mechanismus.
Der Hintergrund ist in drei horizontale Bänder unterteilt: Weiß, Gold und Schwarz, die auf materielle… Weise behandelt wurden, mit absichtlichen Tropfen und Unregelmäßigkeiten, die mit der Präzision der goldenen Form kontrastieren.
Das Werk ist eine eindringliche Reflexion über die Entmenschlichung des Individuums, das in eine kollektive Struktur eintaucht, die es in ein dekoratives Element, ein sich wiederholendes Muster, einen symbolischen Mechanismus verwandelt. Die Hominiden, ohne Gesichter und Identitäten, verbiegen sich zu geometrischen Mustern, als hätte die Gesellschaft sie nach einem äußeren, unpersönlichen Entwurf geformt.
Gastone Cecconello (Vercelli, 1942) ist ein italienischer Künstler mit über fünfzig Jahren Schaffenserfahrung. Seine künstlerische Forschung entwickelt sich durch Malerei, Skulptur und Mixed Media und schafft eine kohärente und wiedererkennbare Bildsprache, die auf Symbolik, Materialität und der Figur des Hominiden als Metapher für die menschliche Existenz basiert. Sein Werk erforscht das Verhältnis zwischen Archaischem und Zeitgenössischem, zwischen Erinnerung, Mythos und Alltagswirklichkeit und wahrt dabei eine beständige Spannung zwischen formaler Strenge und Ausdruckskraft. 2013 erschien die von Lorella Giudici herausgegebene Monografie „Alle origini del mito“, die das gesamte Schaffen des Künstlers kritisch nachzeichnet.