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Die Hand in dieser Skulptur rechts hinten zeigt eine der Handstellungen Buddhas und hält ein knäuelartiges farbiges Plastik-Gebilde. Vorne sind wie auf einer Bühne aufgereiht fünf Figürchen. Drei Frauen, eine mit Kind im Arm, und ein älterer Mann – stecken mit ihrem Oberkörper in einer feuerartigen Umhüllung.
Wir haben es hier mit sogenannten „Fegefeuer“-Figuren zu tun. sind. Dazwischen drängt sich eine blau bemalte Spielzeugfigur in einer Art Raumanzug… mit einem Tigerkopf – ein Mutant also.
Links hinten sehen wir eine Christus-Statuette mit dem Herz-Jesu vorne, die einen Typus verkörpert, wie er im 19. Jahrhundert gerne in Kirchen aufgestellt wurde.
Das Personal meiner Skulptur wird komplettiert durch die Figur eines Mannes mit Krawatte und Zeitung in der Hand.
Im Gegensatz zur religiös motivierten Imagination wirkt der coole moderne Mutant aus Mensch und Tiger nicht bloß wie ein „Mythos des Alltags“, sondern scheint durch die weit fortgeschrittene Gentechnologie durchaus machbar
Heribert Heere nutzt Collagen, Gemälde (Öl, Acryl, Aquarell), digitale Medien und Fotografie; sein künstlerischer Werdegang wurde an der Akademie der Bildenden Künste München geschult und durch kunsthistorische Studien geprägt. Mit raffiniertem Stilpluralismus verbindet er in seinen Werken Altes mit Neuem, Gegenständliches mit Abstraktem sowie Triviales mit Hochkultur und lässt Collage, Malerei und Montage ineinanderfließen. Seine Werke erzeugen ein poetisches Spannungsfeld und laden dazu ein, über die ständige Metamorphose unserer Kultur nachzudenken und das Spiel mit Bedeutungen emotional zu erleben.