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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
31,5 x 31,5 in
Über das Werk
Als ich zur Teilnahme an einer Gruppenausstellung mit dem Titel „Desire for Nature“ eingeladen wurde, beschloss ich, einen Beitrag zur Seite zu leisten. Wie können wir es wagen, eine Ausstellung im Jahr 2023 so zu betiteln? Indem wir das Raubtier vergessen, dessen systematisches Objekt unsere Umwelt ist und zu dem dieser Titel uns auch einlädt, beizutragen? So entstand die Serie, aus der dieses Stück stammt, in Anlehnung an die Rede von Greta Thunberg… vor den Vereinten Nationen und als Antwort auf den Titel der Ausstellung.
Ich habe versucht, eine an den Rand gedrängte „Natur“ darzustellen, habe aber nur darum gebeten, ihre Rechte wiederzugewinnen.
Der ursprüngliche Charakter dieses Stücks sowie sein unkonventioneller Stil finden daher durchaus begründete Gründe in den Anstößen zu seiner Umsetzung.
Die Materialien, die ich verwende – meist recycelte Textilien – tragen bereits Spannungen, eine gewisse Müdigkeit, eine Erinnerung in sich. Sie lassen sich nicht formen: Sie leisten Widerstand, entziehen sich mir, verfolgen ihren eigenen Weg. Man muss mit ihnen verhandeln. Sobald sie auf dem Untergrund befestigt sind, geht etwas verloren. Eingesperrt, bewegt sich das Material nicht mehr. Es flacht ab, seiner einstigen Dynamik beraubt. Seine Präsenz bleibt bestehen, aber wie in der Schwebe. Hier kommt die Farbe ins Spiel. Sie wirkt wie ein Entwickler. Durch die Farbe lösen sich die Fasern optisch vom Hintergrund, gewinnen an Tiefe, scheinen sich zu erheben und zu bewegen. Was erstarrt wirkte, gewinnt seine Intensität zurück und beginnt sich im Raum zu entfalten. Es geht nicht darum, etwas abzubilden, sondern darum, das Vorhandene zu verwandeln. Farbe erzeugt keine Form. Sie lenkt den Blick, enthüllt eine Tiefe, eine Energie, eine bereits latente Bewegung. Durch sie erwacht das scheinbar Träge zu neuem Leben.