Dieses Bild habe ich 2014 auf Holz gemalt – ein Vulkanausbruch in groben, impulsiven Pinselstrichen, Ausdruck roher Naturgewalt. Beim Abbau einer Ausstellung mit der Gruppe Zustand im Jahr 2017 (Tapetenwerk, Leipzig) zerbrach es, der Riss verlief genau durch den Vulkan. Ich habe diesen Fehler nicht versteckt, sondern kultiviert: Die beiden Hälften auf einer Grundplatte neu montiert und das Ensemble gerahmt. Dieser Schritt macht die Arbeit für mich… besonders – sie zeigt nicht nur Gewalt, sie hat sie auch erfahren. Der Rahmen, den ich eigens dafür gefertigt habe, entspricht nicht musealem Standard und trägt sichtbare Spuren der Handarbeit. Ich bezeichne ihn als „Künstlerrahmen“ – er ist Teil der Arbeit und im Preis inbegriffen.
Marek Eibert nutzt hauptsächlich Malerei, Zeichnung und experimentelle Mischformen, geprägt von seiner Ausbildung an der Bauhaus-Universität Weimar und seiner langjährigen Tätigkeit in Leipzig. Seine Technik vereint Elemente des Bad Painting, figurative Andeutungen und bewusste Brüche – oft ergänzt durch Collage und Spontanität. In seinen Werken verschmelzen Gesellschaftskritik, Humor und Ironie zu einer rohen Bildsprache, die intensive Nachdenklichkeit und kritische Reflexion beim Betrachter auslöst.