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In „Trace III“ erreicht meine Auseinandersetzung mit der „Subtilen Substanz“ eine gesteigerte Ebene des Minimalismus. Ich bearbeitete die Oberfläche mit Kreide, um ein Muster aus Reliefs und Rillen zu schaffen – eine taktile Karte, die das Licht auf immer neue Weise einfängt.
Das für die Oberfläche gewählte Porzellanweiß verleiht dem Werk eine glasartige, fast sakrale Reinheit. Es gibt keine Farbe, nur den Abdruck meiner Geste, die das Material… formt und schnitzt. Es ist eine stille Spur, eine Einladung, die unsichtbaren Details und zarten Schatten zu betrachten, die sich zwischen den Falten des Gipses bilden. Ein Werk, das von Licht und Stille lebt.
Meine künstlerische Forschung entsteht aus der Reduktion, aus dem Wunsch, Raum zu schaffen für die Stille, für das Licht und für das, was oft unsichtbar bleibt. Mittels Malerei, Materialarbeit und kontemplativer Fotografie erforsche ich die fragile Grenze zwischen Präsenz und Abwesenheit. Meine Werke leben vom Gleichgewicht zwischen Leere und Materie, Licht und Schatten, Geste und Schwebezustand. Mich fasziniert alles, was Spuren der Zeit und Unvollkommenheit trägt: abgenutzte Jute, Rohpapier, Pigmente, Kreide, Wasser, Fasern und verwitterte Oberflächen. Ich verwende sie nicht als Dekorationselemente, sondern als emotionale Spuren und stille Erinnerungen. Der Minimalismus, den ich anstrebe, ist weder kalt noch geometrisch, sondern kontemplativ und materiell, beeinflusst von der Ästhetik des Wabi-Sabi, östlicher Sensibilität und der essentiellsten zeitgenössischen Fotografie.
Das „Unvollendete“ ist ein grundlegender Bestandteil meiner künstlerischen Sprache: Ich bin eher daran interessiert, anzudeuten als zu erklären, und lasse dem Betrachter den Raum, das, was nicht vollständig gezeigt wird, emotional zu vervollständigen.