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Diese Skulptur ist eine Hommage an die Diktatur des Spiels, ganz im Sinne von Jonathan Meese, dem Bruder im Geiste von Meinrad Hoyer. Eine Kartonsäule, übersät mit Blattgold, Acryl und Collagen, getoppt von einer Dose und spielenden Puppen. Hier wird Rationalität vom Thron gestoßen, wie Meese es predigt: Das Spiel triumphiert. Die Puppen huckepack, die Autos im Kreis, das pure Spiel ist die Befreiung. Psychologisch entführt uns das aus der Zwangsjacke… der Vernunft. Die Collage aus Konsum, Werbung, Körperbildern zerlegt den Ernst – hier entsteht, was der Künstler als radikale Spielfreude propagiert. Ein solches Stück, das den Geist Meeses atmet, ist ein Manifest des freien Spiels.
Meinrad Hoyer, geboren 1965 in Karlsruhe. Seine künstlerische Entwicklung begann früh und führte ihn über ein intensives, autodidaktisches Studium der Kunstgeschichte zu einer eigenständigen Bildsprache. Erste Ausstellung in einer professionellen Galerie im Jahr 2000. Danach zahlreiche Präsentationen, Presseberichte sowie Teilnahmen an internationalen Kunstmessen, unter anderem in Luxemburg und Köln. Seit 2017 ist er dauerhaft in der Galerie Ingrid Renz vertreten. Hoyers Malerei ist intuitiv und spontan angelegt und bewegt sich frei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Charakteristisch sind ein entschiedener, körperlicher Duktus sowie das bewusste Arbeiten mit Kratzern und Materialität. Als langjähriger Kunstsammler zeitgenössischer Werke bringt Hoyer zudem ein ausgeprägtes Gespür für aktuelle Kunst in seine Arbeit ein. Impulse erhält seine Malerei u. a. von Werken von Francis Bacon, Cy Twombly, Jean-Michel Basquiat und vor allem Robert Rauschenberg. www.meinrad-hoyer.de