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Dieses Gefäß sammelt die Zeit durch Ringe und Stufen.
Seine Form erhebt sich in stillen Terrassen und vereint Gewicht, Stille und Wiederholung in einem einzigen Körper.
Ringe und Schichten prägen die Art und Weise, wie Zeit in der Natur gelesen wird – im Gestein, im Land, in langsamen geologischen Prozessen.
Hier erscheinen sie wie dunkle Stufen, die Dichte und Schatten als Zeugnis von Dauer und Erinnerung in sich tragen.
Die Oberfläche trägt… die Spur der Hand als Zeichen ihrer Anwesenheit.
Die Textur bleibt erhalten.
Material lagert sich durch Ansammlung, Abrieb und Zufall ab und bildet so eine Oberfläche, die nicht wiederholt werden kann.
Seine Farbe verändert sich mit dem Licht und der Tageszeit und changiert zwischen tiefem Aschegrau, mineralischem Schwarz und gedeckten Steintönen.
Das Gefäß strahlt durch seine Oberfläche und sein Material eine gealterte, antike Präsenz aus.
Das Werk entstand im Geiste von Wabi-Sabi und Arte Povera und basiert auf einfachen Materialien – einer Mischung aus natürlichem Ton und Papierton – wodurch Zeit, Licht und Material seine Präsenz definieren können.
Ich wurde in einer Stadt geboren, die es so nicht mehr gibt. Mariupol – einst Meer und Sand, heute Asche und Leere. Doch selbst das Verschwinden hinterlässt Spuren. Dieser Spur folge ich. Ich lebe jetzt in Zürich, aber meine Hände tragen immer noch die Erde von anderswo. Ich zermahle Stroh, Erde, Rinde und Asche zu Materie, die sich der Schönheit widersetzt. Dies sind keine ausgewählten Materialien – sie sind das, was bleibt. Ich stehe der Arte Povera nahe, denn in der Armut der Materie liegt das Genie: die Wahrheit, dass nichts zu klein ist, um Erinnerungen zu bewahren. Ich stehe dem Wabi-Sabi nahe, denn die Zeit selbst schreibt durch Unvollkommenheit, durch Risse, durch Stille. Meine Gefäße und Wandstücke sind keine Objekte. Sie sind Zeugen. Gefährten von Staub und Stille. Zerbrechlich, aber beständig. Sie bleiben, wenn alles andere verschwunden ist.