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Resonance 1 erforscht Abstraktion als ein Bewegungsfeld, das sich über einen skulpturalen Körper erstreckt.
Die bemalte Oberfläche entfaltet sich in dichten Schichten aus Blau-, Ocker- und Mineraltönen, die sich dem Volumen des Gefäßes anpassen, anstatt ihm aufgezwungen zu werden. Die Farbe sammelt sich, bricht auf und tritt wieder hervor, den Kurven und der Schwere der Form folgend.
Hier fungiert Abstraktion als Resonanz zwischen Geste und Masse… – eine stille Anhäufung von Zeichen, die Präsenz, Druck und Dauer innerhalb eines einzigen, in sich geschlossenen Objekts registrieren.
Ich wurde in einer Stadt geboren, die es so nicht mehr gibt. Mariupol – einst Meer und Sand, heute Asche und Leere. Doch selbst das Verschwinden hinterlässt Spuren. Dieser Spur folge ich. Ich lebe jetzt in Zürich, aber meine Hände tragen immer noch die Erde von anderswo. Ich zermahle Stroh, Erde, Rinde und Asche zu Materie, die sich der Schönheit widersetzt. Dies sind keine ausgewählten Materialien – sie sind das, was bleibt. Ich stehe der Arte Povera nahe, denn in der Armut der Materie liegt das Genie: die Wahrheit, dass nichts zu klein ist, um Erinnerungen zu bewahren. Ich stehe dem Wabi-Sabi nahe, denn die Zeit selbst schreibt durch Unvollkommenheit, durch Risse, durch Stille. Meine Gefäße und Wandstücke sind keine Objekte. Sie sind Zeugen. Gefährten von Staub und Stille. Zerbrechlich, aber beständig. Sie bleiben, wenn alles andere verschwunden ist.