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Aegis, ein skulpturales Gefäß, geboren aus der uralten Erinnerung der Erde, verkörpert stille Stärke und zeitlosen Schutz. Seine biomorphe Form erinnert an Korallentürme und gefrorene Kristalle – organische Architekturen, die über Jahrtausende geformt wurden und sowohl die Zerbrechlichkeit als auch die Widerstandsfähigkeit der Natur widerspiegeln.
Jeder Zacken wird sorgfältig aus geschichtetem Papierton handgefertigt und erscheint wie ein versteinertes… Echo ungezähmter Landschaften. Die matte, mineralische Oberfläche erinnert an verwitterte Riffe und eisbedeckte Klippen, während die asymmetrische Krone wechselnde Schatten wirft und jedem Raum eine ruhige Dynamik verleiht.
Aegis lädt zum Nachdenken ein: Seine rohe, ursprüngliche Energie wird durch raffinierten Minimalismus ausgeglichen. Es spricht die langsamen Kräfte des Wachstums und der Erosion an, die geduldige Gestaltung der Zeit selbst. Seine Präsenz verleiht Innenräumen eine Aura stiller Erhabenheit und bietet einen Moment der Stille inmitten der ständigen Bewegung des Lebens.
Aegis besetzt nicht einfach einen Raum – es definiert ihn und hält den Raum mit subtiler, aber eindrucksvoller Präsenz.
Ich wurde in einer Stadt geboren, die es so nicht mehr gibt. Mariupol – einst Meer und Sand, heute Asche und Leere. Doch selbst das Verschwinden hinterlässt Spuren. Dieser Spur folge ich. Ich lebe jetzt in Zürich, aber meine Hände tragen immer noch die Erde von anderswo. Ich zermahle Stroh, Erde, Rinde und Asche zu Materie, die sich der Schönheit widersetzt. Dies sind keine ausgewählten Materialien – sie sind das, was bleibt. Ich stehe der Arte Povera nahe, denn in der Armut der Materie liegt das Genie: die Wahrheit, dass nichts zu klein ist, um Erinnerungen zu bewahren. Ich stehe dem Wabi-Sabi nahe, denn die Zeit selbst schreibt durch Unvollkommenheit, durch Risse, durch Stille. Meine Gefäße und Wandstücke sind keine Objekte. Sie sind Zeugen. Gefährten von Staub und Stille. Zerbrechlich, aber beständig. Sie bleiben, wenn alles andere verschwunden ist.