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Floramundis ist meine skulpturale Ode an die ursprüngliche Intelligenz der Natur – ein Gefäß, das nicht mit Blumen, sondern mit Erinnerungen, Erde und Zeit blüht.
Diese biomorphe Form wurde von Hand aus Papierton geformt und trägt eine lebendige Oberfläche aus kugelförmigen Wucherungen und mineralischen Graten. Ich wollte, dass sie sich wie ein Auftauchen anfühlt – als würde die Erde selbst in einem stillen Moment zwischen Erosion und Blüte ausatmen.…
Als Teil meiner fortlaufenden Serie Terrac Spheria spricht Floramundis die stille Sprache der Natur: roh, unvollkommen, essentiell. Jede Kurve und Erhebung spiegelt ein Gelände wider, das nicht durch Design, sondern durch langsames Instinkt geformt wurde.
Die matte, erdige Oberfläche lädt zum Berühren und zur Ruhe ein. Mehr als ein dekoratives Objekt wird es zu einem kontemplativen Anker – ein Widerhall in Räumen, die von Stille, roher Taktilität und Präsenz geprägt sind.
Floramundis ist ein neu interpretiertes Fragment der Erde. Eine in Stille geformte und in Form gehaltene Geschichte.
Ich wurde in einer Stadt geboren, die es so nicht mehr gibt. Mariupol – einst Meer und Sand, heute Asche und Leere. Doch selbst das Verschwinden hinterlässt Spuren. Dieser Spur folge ich. Ich lebe jetzt in Zürich, aber meine Hände tragen immer noch die Erde von anderswo. Ich zermahle Stroh, Erde, Rinde und Asche zu Materie, die sich der Schönheit widersetzt. Dies sind keine ausgewählten Materialien – sie sind das, was bleibt. Ich stehe der Arte Povera nahe, denn in der Armut der Materie liegt das Genie: die Wahrheit, dass nichts zu klein ist, um Erinnerungen zu bewahren. Ich stehe dem Wabi-Sabi nahe, denn die Zeit selbst schreibt durch Unvollkommenheit, durch Risse, durch Stille. Meine Gefäße und Wandstücke sind keine Objekte. Sie sind Zeugen. Gefährten von Staub und Stille. Zerbrechlich, aber beständig. Sie bleiben, wenn alles andere verschwunden ist.