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Verarbeitung :
Werk auf Metall. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
20,9 x 18 in
Über das Werk
„Die Natur bricht nicht zusammen, wenn sie fragmentiert wird – sie sammelt sich wieder und verlangt von uns, dass wir entscheiden, wie wir in ihr existieren wollen.“
see1150 präsentiert die Natur nicht als Landschaft, sondern als eine sich anhäufende Kraft. Gelbe Ausbrüche kollidieren mit einer dunklen, darunterliegenden Struktur und deuten so auf eine Welt hin, die bereits zerbrochen ist und sich dennoch fortwährend neu ordnet. Fragmentierung… ist nicht das Ende – sie ist ein Anfang.
Jede Geste wirkt zugleich destruktiv und konstruktiv. Tropfen erinnern an Erosion, Massen an neues Wachstum. Was wie Einsturz aussieht, wird zu Architektur. Das Werk betont, dass Natur keine passive Materie ist, sondern ein Akteur, der sich selbst nach Gewalt, Unterbrechung oder Verfall immer wieder neu formiert.
Innerhalb dieser Oberfläche richtet sich die Frage nach außen: Wenn sich die Natur ständig aus Brüchen neu aufbaut, wie werden wir dann entscheiden, in einer solchen Welt zu existieren? see1150 bietet keine Harmonie, sondern den Moment vor der Orientierung – den Punkt, an dem Überleben, Erinnerung und Erneuerung ununterscheidbar sind.
« Für mich ist die Malerei ein Raum, in dem ich frei sein kann von einer Welt voller Absurdität und Unterdrückung, und sie ist auch ein tiefgründiger Ort. »
Für Seungho Jang ist Malerei eine Möglichkeit, in einer Welt, die von Einheitlichkeit geprägt ist, menschlich zu bleiben. In Südkorea, einem von starkem Wettbewerb und Kontrolle geprägten Umfeld, nutzt er die Abstraktion, um die Tiefe des inneren Lebens gegen Kräfte zu verteidigen, die das Dasein auf Effizienz reduzieren.
Seine Gesten sind nicht dekorativ; sie sind Spuren des Widerstands. Spannung, Bruch und Erneuerung erscheinen auf vielschichtigen Oberflächen, auf denen Emotionen sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Die Leinwand wird zu einem seltenen Raum, in dem Druck und Verletzlichkeit ohne Verzerrung koexistieren können.
In seinem Werk stellt die Natur eine Gegenordnung dar – fließend, widerstandsfähig und frei von aufgezwungenen Strukturen. Durch Fragmentierung und Rekonstruktion zeigt Jang, wie sich das Leben selbst im Falle eines Zusammenbruchs neu organisiert.
Seine Bilder stellen eine grundlegende Frage: Wie können wir die Komplexität des Seins in einer Welt bewahren, die darauf aus ist, sie zu verflachen? Sie bestehen darauf, dass Widerstand mit der Anerkennung der eigenen Präsenz beginnt.