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Verarbeitung :
Werk auf Metall. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
20,9 x 18 in
Über das Werk
„Die Natur bricht unter Unterdrückung nicht zusammen – sie wehrt sich, bricht aus und besteht auf ihrem Dasein.“
Das Gemälde entfaltet sich wie ein energetischer Ausbruch: Dichte Grüntöne drängen gegen eine geschichtete Oberfläche, während kaskadenartige Weißtöne die Masse durchschneiden, als legten sie einen tieferen Puls darunter frei. Anstatt die Natur romantisch darzustellen, verortet das Werk sie innerhalb der kulturellen und ökonomischen… Logiken, die darauf abzielen, lebende Materie zu erfassen, zu ordnen und zu kommerzialisieren.
Hier manifestiert sich die Wirkkraft der Natur nicht in stiller Ausdauer, sondern in Gegenkraft – in der Weigerung, zur Ressource degradiert zu werden. Die Geste wird zum existentiellen Akt, zum physischen Zeichen, das die Spannung zwischen der biologischen und der konstruierten Welt dokumentiert. Koexistenz wird nicht als Gleichgewicht dargestellt, sondern als fortwährende Konfrontation mit den Systemen, die sie zu choreografieren versuchen.
« Für mich ist die Malerei ein Raum, in dem ich frei sein kann von einer Welt voller Absurdität und Unterdrückung, und sie ist auch ein tiefgründiger Ort. »
Für Seungho Jang ist Malerei eine Möglichkeit, in einer Welt, die von Einheitlichkeit geprägt ist, menschlich zu bleiben. In Südkorea, einem von starkem Wettbewerb und Kontrolle geprägten Umfeld, nutzt er die Abstraktion, um die Tiefe des inneren Lebens gegen Kräfte zu verteidigen, die das Dasein auf Effizienz reduzieren.
Seine Gesten sind nicht dekorativ; sie sind Spuren des Widerstands. Spannung, Bruch und Erneuerung erscheinen auf vielschichtigen Oberflächen, auf denen Emotionen sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Die Leinwand wird zu einem seltenen Raum, in dem Druck und Verletzlichkeit ohne Verzerrung koexistieren können.
In seinem Werk stellt die Natur eine Gegenordnung dar – fließend, widerstandsfähig und frei von aufgezwungenen Strukturen. Durch Fragmentierung und Rekonstruktion zeigt Jang, wie sich das Leben selbst im Falle eines Zusammenbruchs neu organisiert.
Seine Bilder stellen eine grundlegende Frage: Wie können wir die Komplexität des Seins in einer Welt bewahren, die darauf aus ist, sie zu verflachen? Sie bestehen darauf, dass Widerstand mit der Anerkennung der eigenen Präsenz beginnt.