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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
31,7 x 25,6 in
Über das Werk
„Der Natur zu begegnen bedeutet, wieder zu lernen, wie man atmet.“
Die Natur erscheint hier nicht als fernes Ideal, sondern als eine Präsenz, die sich mit uns bewegt, in Echtzeit. Fließende blaue und weiße Pinselstriche steigen auf wie Bergluft – klar, unberührt und lebendig – und laden den Betrachter zu einer stilleren Seinsweise ein. Dies ist keine Flucht in die Fantasie, sondern eine Rückkehr zum ursprünglichen Rhythmus, in dem das Dasein zur… Ruhe kommen, sich entfalten und einfach sein kann.
Die Gesten vermitteln die Klarheit einer Landschaft, die man mit dem ganzen Körper spürt. Vertikale Bewegungen dehnen sich nach oben, wie beim Einatmen, während die sanfteren Weiß- und Erdtöne die Stille nach dem Ausatmen widerspiegeln. In diesem Gleichgewicht evoziert das Gemälde einen Zustand, in dem das Selbst nicht von Streben erdrückt wird, sondern in Resonanz mit der Welt steht.
Es entsteht ein Begegnungspunkt: ein Moment der Übereinstimmung zwischen dem inneren Leben und dem Übermenschlichen. Hier ist Freiheit keine Eroberung, sondern Angleichung.
Freiheit beginnt dort, wo wir zum Rhythmus der Erde zurückkehren.
« Für mich ist die Malerei ein Raum, in dem ich frei sein kann von einer Welt voller Absurdität und Unterdrückung, und sie ist auch ein tiefgründiger Ort. »
Für Seungho Jang ist Malerei eine Möglichkeit, in einer Welt, die von Einheitlichkeit geprägt ist, menschlich zu bleiben. In Südkorea, einem von starkem Wettbewerb und Kontrolle geprägten Umfeld, nutzt er die Abstraktion, um die Tiefe des inneren Lebens gegen Kräfte zu verteidigen, die das Dasein auf Effizienz reduzieren.
Seine Gesten sind nicht dekorativ; sie sind Spuren des Widerstands. Spannung, Bruch und Erneuerung erscheinen auf vielschichtigen Oberflächen, auf denen Emotionen sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Die Leinwand wird zu einem seltenen Raum, in dem Druck und Verletzlichkeit ohne Verzerrung koexistieren können.
In seinem Werk stellt die Natur eine Gegenordnung dar – fließend, widerstandsfähig und frei von aufgezwungenen Strukturen. Durch Fragmentierung und Rekonstruktion zeigt Jang, wie sich das Leben selbst im Falle eines Zusammenbruchs neu organisiert.
Seine Bilder stellen eine grundlegende Frage: Wie können wir die Komplexität des Seins in einer Welt bewahren, die darauf aus ist, sie zu verflachen? Sie bestehen darauf, dass Widerstand mit der Anerkennung der eigenen Präsenz beginnt.