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„Lost in the Crowd“ ist ein Werk, das aus einer persönlichen Erfahrung entstanden ist: meinen frühen Jahren in Belgien, als ich in einem Vergnügungspark in einem Kostüm arbeitete, um zu überleben. Dieses Kostüm verbarg mich nicht, sondern wurde schließlich zu einer Metapher für meine Identität als Künstlerin.
In diesem Stück taucht der Anzug wieder auf, allerdings vervielfältigt in einem Spiegelspiel, das mich inmitten vieler anderer wie mir verloren… erscheinen lässt. Es ist ein ironisches und kritisches Selbstporträt der Situation des zeitgenössischen Künstlers: In einer Welt mit immer mehr Künstlern wird die einzelne Figur in einer scheinbar unendlichen Vielzahl aufgelöst.
Das Werk thematisiert sowohl die Zerbrechlichkeit und Einsamkeit des Künstlers als auch die Notwendigkeit, Widerstand zu leisten und auch inmitten eines gesättigten Ökosystems weiterhin nach der eigenen Stimme zu suchen. „Lost in the Crowd“ ist letztlich eine Reflexion über Sichtbarkeit, Anonymität und die ständige Neuerfindung des Künstlerdaseins in der heutigen Zeit.
Jesús Azogue ist ein in Sevilla und Brüssel ausgebildeter Transmedia-Künstler, der Installation, digitale Kunst und technologische Forschung verbindet. Seine Werke nutzen hybride Techniken wie Zeichnung, digitale Skulptur, erweiterte Realität und künstliche Intelligenz und schaffen so interaktive Installationen und immersive Erlebnisse. Er wechselt technologische Präzision mit poetischen Ansätzen, um die Beziehung zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen zu erforschen. Seine Werke laden zum Nachdenken ein und wecken tiefe Fragen und Emotionen über Identität, Erinnerung und unsere Präsenz in einer sich ständig verändernden digitalen Welt.