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Die Tertulia ist ein Werk, das jene Begegnungen zwischen Künstlern darstellt, die uns scheinbar zusammenbringen, uns aber auch mit unserer Einzigartigkeit konfrontieren. Darin befinde ich mich unter kreativen Kollegen – am Rande des Gesprächs, unsichtbar oder am Rande – und unterstreiche damit das Gefühl der Isolation und Andersartigkeit, das wir oft in Räumen künstlerischer Kameradschaft erleben.
Der Titel verweist auf die Tradition der Gruppenmalerei,… wie etwa Henri Fantin-Latours emblematisches „Atelier in Les Batignolles“ (1870), das die Avantgarde um Édouard Manet porträtiert. Mein Werk spielt mit diesem Erbe und untergräbt es: Die Szene erinnert an einen klassischen Raum oder einen intimen Salon, doch meine verschwommene Präsenz betont die Distanz, die manchmal die Verbindung zwischen Kollektiv und Individuum kennzeichnet.
In seiner fast theatralischen Atmosphäre regt dieses Werk zu einer Reflexion über Zugehörigkeit, Anonymität und die Rolle des Künstlers in der Gemeinschaft an: Bedeutet Teil zu sein auch, ein Anderer zu sein?
Jesús Azogue ist ein in Sevilla und Brüssel ausgebildeter Transmedia-Künstler, der Installation, digitale Kunst und technologische Forschung verbindet. Seine Werke nutzen hybride Techniken wie Zeichnung, digitale Skulptur, erweiterte Realität und künstliche Intelligenz und schaffen so interaktive Installationen und immersive Erlebnisse. Er wechselt technologische Präzision mit poetischen Ansätzen, um die Beziehung zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen zu erforschen. Seine Werke laden zum Nachdenken ein und wecken tiefe Fragen und Emotionen über Identität, Erinnerung und unsere Präsenz in einer sich ständig verändernden digitalen Welt.