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Guān untersucht, wie Wahrnehmung niemals singulär ist –
Jeder Mensch sieht die Welt durch seine eigene innere Welt.
Selbst beim Betrachten desselben Themas bringt jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und Empfindungen in seine Wahrnehmung ein. Was wahrgenommen wird, ist daher keine unveränderliche Wahrheit, sondern etwas, das fortwährend vom Individuum geformt wird.
Dieses Werk versucht nicht, zu definieren, was richtig und was… falsch ist. Vielmehr bietet es Raum für vielfältige Sichtweisen – wo Unterschiede keine Widersprüche, sondern Koexistenz bedeuten.
Durch vielschichtige Blicke und fragmentierte Formen reflektiert Guān die stille Komplexität der Wahrnehmung und lädt die Betrachter ein, sich ihrer eigenen Sehweise bewusst zu werden.
Kah Yan Chai ist eine Textilkünstlerin, deren künstlerische Praxis erforscht, wie wir die Welt durch Fühlen, Gesehenwerden und Wahrnehmen erfahren.
In ihren Handstickereien schafft sie vielschichtige Oberflächen, die den Körper, den Blick und die Wandelbarkeit der Wahrnehmung evozieren. Ihre Werke zielen nicht darauf ab, feste Bedeutungen zu definieren, sondern bieten Raum für vielfältige Interpretationsmöglichkeiten.
Ihr jüngstes Werk entfaltet sich als stiller Prozess – von der körperlichen Empfindung über das Bewusstsein, gesehen zu werden, bis hin zur Erkenntnis, dass Wahrnehmung niemals eindeutig ist. Dadurch reflektiert sie darüber, wie Identität und Verständnis fortwährend geformt werden, anstatt vorgegeben zu sein.