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Der Moment reflektiert eine kurze und unwiederholbare Pause –
Ein Augenblick der Präsenz, der sich nicht festhalten lässt.
In dieser Arbeit konzentriere ich mich auf eine stille Begegnung –
wie ein Schmetterling, der sanft auf einer Fingerspitze ruht.
Die Geste ist sanft, fast zufällig.
Es geht nicht darum, festzuhalten, nicht darum, zu kontrollieren – nur um einen Moment der Verbundenheit.
Mich faszinieren diese Momente, die unerwartet… eintreten und genauso schnell wieder verschwinden.
Sie existieren jenseits der Gewissheit und vermitteln dennoch ein Gefühl der Präsenz, das sich vollkommen anfühlt.
Der Schmetterling wird zur Erinnerung daran, dass nicht alles, was außerhalb unserer Kontrolle liegt, ein Verlust ist.
Manche Momente, gerade weil sie nicht festgehalten werden können, werden zu etwas, das man umso intensiver empfinden muss.
In dieser Arbeit reflektiere ich über die Schönheit des Vergänglichen und darüber, wie Verbindung ohne Besitz existieren kann.
Der Augenblick lädt zu einer sanfteren Sichtweise ein.
Um zu erkennen, was erscheint, selbst wenn es nur kurz ist,
und es so zu belassen, wie es ist.
Kah Yan Chai ist eine Textilkünstlerin, deren künstlerische Praxis erforscht, wie wir die Welt durch Fühlen, Gesehenwerden und Wahrnehmen erfahren.
In ihren Handstickereien schafft sie vielschichtige Oberflächen, die den Körper, den Blick und die Wandelbarkeit der Wahrnehmung evozieren. Ihre Werke zielen nicht darauf ab, feste Bedeutungen zu definieren, sondern bieten Raum für vielfältige Interpretationsmöglichkeiten.
Ihr jüngstes Werk entfaltet sich als stiller Prozess – von der körperlichen Empfindung über das Bewusstsein, gesehen zu werden, bis hin zur Erkenntnis, dass Wahrnehmung niemals eindeutig ist. Dadurch reflektiert sie darüber, wie Identität und Verständnis fortwährend geformt werden, anstatt vorgegeben zu sein.