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Mù untersucht Bewunderung als Position –
nicht durch den Blick, sondern durch den Körper ausgedrückt.
Ich habe Mù durch die Beobachtung von Händen während meiner Stickübungen geschaffen —
der stille Moment nach dem Schaffen, wenn das Geschaffene zur Ruhe gekommen ist.
sondern einfach nur festgehalten und betrachtet.
In diesem Werk steht die Geste im Mittelpunkt.
Die Hände greifen nicht nach außen, sondern öffnen sich —
als ob man empfangen,… anerkennen wollte,
oder um etwas festzuhalten, das nicht mehr sichtbar ist.
Mich fasziniert diese subtile Veränderung:
Vom Schaffen zum Erleben.
Die Geste drückt Bewunderung aus.
nicht nur in Bezug auf das, was geschaffen wurde,
sondern hin zum Akt des Erschaffens selbst.
Was von unseren eigenen Händen geformt ist – was auch immer es sein mag –
Erfordert Zeit, Mühe und Anwesenheit.
Hier lasse ich diese Präsenz ruhig und ohne Eile bestehen.
Mù ist eine Einladung zum Innehalten.
Das bereits Vorhandene erkennen.
Mit Sorgfalt und Sanftmut sehen.
Es ist im Wesentlichen ein Liebesbrief.
zum Akt des Herstellens,
zu mir selbst,
und Ihnen.
Kah Yan Chai ist eine Textilkünstlerin, deren künstlerische Praxis erforscht, wie wir die Welt durch Fühlen, Gesehenwerden und Wahrnehmen erfahren.
In ihren Handstickereien schafft sie vielschichtige Oberflächen, die den Körper, den Blick und die Wandelbarkeit der Wahrnehmung evozieren. Ihre Werke zielen nicht darauf ab, feste Bedeutungen zu definieren, sondern bieten Raum für vielfältige Interpretationsmöglichkeiten.
Ihr jüngstes Werk entfaltet sich als stiller Prozess – von der körperlichen Empfindung über das Bewusstsein, gesehen zu werden, bis hin zur Erkenntnis, dass Wahrnehmung niemals eindeutig ist. Dadurch reflektiert sie darüber, wie Identität und Verständnis fortwährend geformt werden, anstatt vorgegeben zu sein.