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Narziss sinniert über Selbsterkenntnis –
nicht aus Eitelkeit, sondern aus Akzeptanz.
Eine einzelne Blüte erhebt sich sanft aus einer spiegelnden Oberfläche —
nicht um sich selbst zu bewundern, sondern um seiner eigenen Gegenwart zu begegnen.
Das Spiegelbild ist weich und wandelbar, niemals exakt.
Dies legt nahe, dass das, was wir sehen, nicht immer der Wahrheit entspricht.
Durch die Stickerei übersetze ich etwas Zartes und Flüchtiges in… eine greifbare Form.
Die Fäden formen langsam den Körper und vereinen dabei Zerbrechlichkeit und Beharrlichkeit.
In dieser Arbeit geht es nicht um Eitelkeit, sondern um den Moment des Sehens.
und die stillschweigende Akzeptanz dessen, was gesehen wird.
Es lädt den Betrachter zum Innehalten ein.
und darüber nachzudenken, was es bedeutet, sich selbst wirklich zu begegnen.
Kah Yan Chai ist eine Textilkünstlerin, deren künstlerische Praxis erforscht, wie wir die Welt durch Fühlen, Gesehenwerden und Wahrnehmen erfahren.
In ihren Handstickereien schafft sie vielschichtige Oberflächen, die den Körper, den Blick und die Wandelbarkeit der Wahrnehmung evozieren. Ihre Werke zielen nicht darauf ab, feste Bedeutungen zu definieren, sondern bieten Raum für vielfältige Interpretationsmöglichkeiten.
Ihr jüngstes Werk entfaltet sich als stiller Prozess – von der körperlichen Empfindung über das Bewusstsein, gesehen zu werden, bis hin zur Erkenntnis, dass Wahrnehmung niemals eindeutig ist. Dadurch reflektiert sie darüber, wie Identität und Verständnis fortwährend geformt werden, anstatt vorgegeben zu sein.