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Verarbeitung :
Werk auf Metall. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
20,9 x 18 in
Über das Werk
„Existieren heißt nicht einfach nur leben, sondern immer wieder fragen, warum das Leben darauf besteht, weiterzugehen.“
„see1209“ entfaltet sich eher wie ein biologisches Ereignis als eine Komposition. Grüne Dominanz formt ein habitatartiges Feld, durch das gelbe Massen drängen, als müssten sie sich ihre Sichtbarkeit erst verdienen. Das Gemälde stellt die Natur nicht dar; es inszeniert sie – Schichtung, Erosion, Wiedererstehen.
Der modernistische… Gedanke an Reinheit wird unmittelbar durch Reibung konterkariert. Nichts hier kann ungehindert existieren; jede Geste scheint um ihren Platz zu ringen. Die Oberfläche liest sich wie ein Aushandlungsprozess zwischen Verschwinden und Präsenz, Instinkt und Erinnerung.
In diesem Ringen wird das Werk zu einem humanistischen Statement: Das Leben ist nicht deshalb sinnvoll, weil es sicher oder harmonisch ist – es ist sinnvoll, weil es sich weigert, zu enden. „see1209“ ist keine Verherrlichung der Natur oder der Menschheit, sondern ein Porträt ihres gemeinsamen Beharrens auf dem Fortbestand.
« Für mich ist die Malerei ein Raum, in dem ich frei sein kann von einer Welt voller Absurdität und Unterdrückung, und sie ist auch ein tiefgründiger Ort. »
Für Seungho Jang ist Malerei eine Möglichkeit, in einer Welt, die von Einheitlichkeit geprägt ist, menschlich zu bleiben. In Südkorea, einem von starkem Wettbewerb und Kontrolle geprägten Umfeld, nutzt er die Abstraktion, um die Tiefe des inneren Lebens gegen Kräfte zu verteidigen, die das Dasein auf Effizienz reduzieren.
Seine Gesten sind nicht dekorativ; sie sind Spuren des Widerstands. Spannung, Bruch und Erneuerung erscheinen auf vielschichtigen Oberflächen, auf denen Emotionen sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Die Leinwand wird zu einem seltenen Raum, in dem Druck und Verletzlichkeit ohne Verzerrung koexistieren können.
In seinem Werk stellt die Natur eine Gegenordnung dar – fließend, widerstandsfähig und frei von aufgezwungenen Strukturen. Durch Fragmentierung und Rekonstruktion zeigt Jang, wie sich das Leben selbst im Falle eines Zusammenbruchs neu organisiert.
Seine Bilder stellen eine grundlegende Frage:
Wie können wir die Komplexität des Seins in einer Welt bewahren, die darauf aus ist, sie zu verflachen?
Sie bestehen darauf, dass Widerstand mit der Anerkennung der eigenen Präsenz beginnt.