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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
51,3 x 38,1 in
Über das Werk
„Eine Landschaft wird erst real, wenn man sie sieht, sondern wenn man sie fühlt.“
Um
„see1341“ entfaltet sich wie eine innere Landschaft – ein Ort, der eher körperlich als visuell wahrgenommen wird. Türkis- und violette Pinselstriche ziehen sich wie wechselndes Wetter über die Oberfläche und formen ein Terrain, geprägt von Emotionen, Erinnerungen und Bewegung. Das Werk erinnert an die lyrische Kraft von Joan Mitchell, lenkt ihre malerische Freiheit… jedoch in eine existenziellere Richtung.
Hier ist Landschaft keine Abbildung, sondern Begegnung. Jeder Pinselstrich ist eine Spur der Präsenz – ein Weg, mit der Welt in Verbindung zu bleiben. Die Striche sammeln sich, kreuzen sich und zerstreuen sich, deuten auf Laub, Wind und Licht hin und bergen die Spannung eines Selbst, das sich im Wandel verortet. Die Natur erscheint als etwas, durch das wir uns bewegen und von dem wir berührt werden.
Dieses Gemälde bietet einen Raum, in dem Wahrnehmung zu einer Form des Seins wird: die Welt zu fühlen bedeutet bereits, ihr anzugehören.
Eine Landschaft zu betreten bedeutet, sie durch sich hindurchfließen zu lassen.
« Für mich ist die Malerei ein Raum, in dem ich frei sein kann von einer Welt voller Absurdität und Unterdrückung, und sie ist auch ein tiefgründiger Ort. »
Für Seungho Jang ist Malerei eine Möglichkeit, in einer Welt, die von Einheitlichkeit geprägt ist, menschlich zu bleiben. In Südkorea, einem von starkem Wettbewerb und Kontrolle geprägten Umfeld, nutzt er die Abstraktion, um die Tiefe des inneren Lebens gegen Kräfte zu verteidigen, die das Dasein auf Effizienz reduzieren.
Seine Gesten sind nicht dekorativ; sie sind Spuren des Widerstands. Spannung, Bruch und Erneuerung erscheinen auf vielschichtigen Oberflächen, auf denen Emotionen sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Die Leinwand wird zu einem seltenen Raum, in dem Druck und Verletzlichkeit ohne Verzerrung koexistieren können.
In seinem Werk stellt die Natur eine Gegenordnung dar – fließend, widerstandsfähig und frei von aufgezwungenen Strukturen. Durch Fragmentierung und Rekonstruktion zeigt Jang, wie sich das Leben selbst im Falle eines Zusammenbruchs neu organisiert.
Seine Bilder stellen eine grundlegende Frage: Wie können wir die Komplexität des Seins in einer Welt bewahren, die darauf aus ist, sie zu verflachen? Sie bestehen darauf, dass Widerstand mit der Anerkennung der eigenen Präsenz beginnt.