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In Limes I erforsche ich das Konzept der visuellen Grenze durch ein absolutes und lebendiges Ultramarinblau.
Mit dieser Arbeit versuche ich, der „Subtilen Substanz“ Gestalt zu verleihen: Ich male nicht einfach eine Farbe, sondern öffne einen mentalen Raum, in den der Betrachter eintauchen kann. Mein Pinselstrich auf dem 300 g/m² schweren Fabriano-Papier ist ein Ritual: ein horizontaler Strich, unterbrochen von Lichtstreifen, Zeichen von Energie,… die aus dem unendlichen Blau aufsteigen. Hier suche ich das Gleichgewicht zwischen der Dichte des Absoluten und der Stille des essentiellen Zeichens.
Das Werk ist Teil der Limes-Serie und kann einzeln oder zusammen mit seinem Gegenstück als monumentales Diptychon ausgestellt werden.
Meine künstlerische Forschung entsteht aus der Reduktion, aus dem Wunsch, Raum zu schaffen für die Stille, für das Licht und für das, was oft unsichtbar bleibt. Mittels Malerei, Materialarbeit und kontemplativer Fotografie erforsche ich die fragile Grenze zwischen Präsenz und Abwesenheit. Meine Werke leben vom Gleichgewicht zwischen Leere und Materie, Licht und Schatten, Geste und Schwebezustand. Mich fasziniert alles, was Spuren der Zeit und Unvollkommenheit trägt: abgenutzte Jute, Rohpapier, Pigmente, Kreide, Wasser, Fasern und verwitterte Oberflächen. Ich verwende sie nicht als Dekorationselemente, sondern als emotionale Spuren und stille Erinnerungen. Der Minimalismus, den ich anstrebe, ist weder kalt noch geometrisch, sondern kontemplativ und materiell, beeinflusst von der Ästhetik des Wabi-Sabi, östlicher Sensibilität und der essentiellsten zeitgenössischen Fotografie.
Das „Unvollendete“ ist ein grundlegender Bestandteil meiner künstlerischen Sprache: Ich bin eher daran interessiert, anzudeuten als zu erklären, und lasse dem Betrachter den Raum, das, was nicht vollständig gezeigt wird, emotional zu vervollständigen.